Abstrakte KunstEin Kunststil der Moderne, der nicht mehr die erkennbare Wiedergabe eines Naturvorbildes anstrebt. Abstrakte Kunst abstrahiert entweder von den vorhandenen Gegenständen oder löst sich vollkommen von Natur und realen Dingen. Die bildnerischen Mittel (Farbe, Formen, Linien) haben keine Abbildungsfunktion mehr, bilden nurmehr sich selbst ab (Autonomie der Kunst).
Antike KunstGriechische und römische, aber auch altägyptische Kunst in der Zeit bis zum fünften nachchristlichen Jahrhundert. Ihre Bilder sind uns überliefert durch Wand-, Boden- und Deckenmalereien sowie Abbildungen auf Gebrauchsgegenständen wie Vasen, ebenso in Form von Skulpturen.
Asiatische KunstKunst aus dem asiatischem Raum. Der Begriff ist sehr weit gefasst, dementsprechend vielfältig sind die Kunstwerke. Im Westen sind vor allem Kunstwerke aus China, Japan und Indien bekannt geworden und haben auch viele europäische Künstler beeinflusst wie zum Beispiel Vincent van Gogh. Vor Allem buddhistische und hinduistische Motive haben schon immer einen besonderen Reiz auf das Publikum im Westen ausgeübt. Bekannt und inspirierend wurden im Westen besonders die japanischen Holzschnitte.
BarockKunststil, der in Europa vom Ende des 16. bis zum frühen 18. Jahrhundert dominierte. Charakteristisch für den barocken Stil ist die sehr detaillierte Ausschmückung der Bilder, die zusammen mit der bevorzugten Darstellung dynamischer Bewegungen theatralische Effekte erzielen wollte. Die scheinbare Lebensfroheit und Sinnlichkeit barocker Werke steht jedoch immer im Dienst religiöser Botschaften.
Bilder für KinderVon der Bilderzählung (Bilderbuchillustration) abgeleitetes Kriterium; umfasst neben Bilderbuchklassikern wie zum Beispiel von Janosch auch Walt-Disney-Motive oder Szenen aus Käpt´n-Blaubär-Sendungen.
BuchmalereiDiese Form der Kunst findet sich vor Allem in den handgefertigten Büchern des Mittelalters. Die bekanntesten Illustrationen befinden sich in den Bibeln sowie den Schrifterzeugnissen der höfischen Literatur; auch im jüdischen und arabisch-muslimischen Kulturraum gibt es trotz Bilderverbot eine lange Tradition der Buchmalerei.
CartoonKomische Zeichnung bzw. Karikatur, entweder als Einzelbild oder als Bildgeschichte.
ComputerkunstKunst, die mit Hilfe von Computern geschaffen wird, meist gemeint im Sinne von mathematischer Kunst, bei der Bilder durch Algorithmen erzeugt werden, oder auch Fraktalkunst. Computer-Kunst gibt es seit Mitte der 1950er Jahre. Oft finden sich hier aber auch Werke, die z.B. aus Fotos mit Photoshop erstellt wurden.
ExpressionismusKünstlerische Bewegung, die in der Abgrenzung zum Naturalismus und Impressionismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand. Der Expressionismus wollte in erster Linie in der Form das Geistige darstellen und verzichtete so bewusst auf eine naturgetreue Wiedergabe des Gegenständlichen. Die bildnerischen Mittel wie Farben, Formen, Linien gewinnen zusehends an Eigendynamik, zielen auf den Ausdruck seelischer Befindlichkeit (Teilautonomie der bildnerischen Mittel).
FotografieOptisches Verfahren zur mechanischen bzw. digitalen Erfassung, Abbildung und Bearbeitung der äußeren Erscheinungswirklichkeit. Die erste Lochkamera wurde durch Leonardo da Vinci um 1500, die ersten Lichtbilder stammen von Niepce (1826) und Daguerre (1838). Fotografie wurde bereits in den 1860er Jahren als Kunstform betrieben und anerkannt.
GotikDie Gotik bezeichnet eine Epoche der Malerei und Architektur vom 12. bis zum 16. Jahrhundert. Überwiegend werden religiöse Motive dargestellt, aber auch weltliche Motive wie die des höfischen Lebens sind zu finden. Zu den großen Namen der Gotik zählen Hieronymus Bosch, Giotto und Matthias Grünewald, der den Isenheimer Altar malerisch gestaltete.
Historische Bilder
ImpressionismusUmfasst den Zeitraum der europäischen Malerei der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im Gegensatz zur akademisch-künstlichen Maltradition begeben sich die Impressionisten in die Natur (Plein-Air-Malerei), um den abzubildenden Gegenstand bzw. die Landschaft im Augenblick des Gemaltwerdens zu erfassen. Unter den vorherrschenden Lichtverhältnissen verschwimmen die Konturen und übrig bleibt der optische Eindruck (Atomisierung der Gegenstandswelt).
JugendstilDie Werke des Jugendstils (auch „Art nouveau“) entstehen überwiegend zwischen 1890 und 1910 („Fin de siecle“), sie zeichnen sich u. A. durch geschwungene Linien und flächenhafte florale Ornamente aus. Der Jugendstil wendet sich mit seinem Ästhetizismus gegen die Industrialisierung mit ihrer maschinell hergestellten Massenware. Dagegen betont der Jugenstil die kunsthandwerkliche Tradition, die Schönheit und Freude in den Alltag der Menschen bringen soll.
KalligrafieDie Kalligraphie ist die Kunst des Schönschreibens in dem Sinne, dass die ästhetische Darstellung der Schrift wichtiger ist als ihre einfache Lesbarkeit. Ihre Wurzeln hat die Kalligraphie im spirituellen Raum (Abschreiben heiliger Texte).
KlassizismusDie Kunst des Klassizismus entwickelte sich etwa ab 1760. Sie ist an der Antike und der italienischen Renaissance angelehnt. Ziel der klassizistischen Kunst war es, durch Maß und Harmonie eine vollkommene idealisierende Schönheit hervorzubringen, die Natur an sich wurde also der Idee der vollkommenen Natur untergeordnet.
ModerneDie Kunst der Moderne, auch „Klassische Moderne“ genannt, hat ihre Anfänge zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die moderne Kunst beinhaltet noch die realistische Gegenstandswiedergabe, aber auch die Abwendung davon bis hin zur totalen Abstraktion. Sie ist gekennzeichnet durch künstlerische Experimentierfreudigkeit und ihre Abwendung vom traditionellen Umgang mit Farbe und Formen. Die Klassische Moderne umfasst mehrere Kunststile wie Expressionismus, Kubismus oder auch die „Neue Sachlichkeit“.
Naive MalereiLaien- bzw. Hobbymalerei, die als künstlerische Stilrichtung mittlerweile Anerkennung gefunden hat. Die Gestaltungsweise der auch Sonntagsmaler genannten Vertreter der Naiven Malerei ist durchweg idyllisch, teils realistisch, teils märchenhaft. Auffällig ist die figürliche Starre, mit der das Bildpersonal wiedergegeben wird. Die vielfältigen Details sind streng-linear begrenzt und konkurrieren miteinander in fröhlicher Buntheit.
NaturalismusStilrichtung des späten 19. Jahrhunderts. Wie der Realismus bildet er nur die sichtbare Wirklichkeit ab. Vorherrschend ist also eine strenge Orientierung am Naturvorbild ohne Deutungsabsicht, die Wirklichkeit wird naturgetreu, ohne Verschönerung oder Idealisierung, gezeigt. So gehören auch Motive aus dem Leben der einfachen Leute oder aus der Arbeitswelt zu den beliebten Themen des Naturalismus.
Phantastischer RealismusMagisch gesteigerte Form des Realismus. Hier werden Naturphänomene grandios inszeniert, die jeder Logik zuwiderlaufen.
Pop-ArtIn den Sechziger Jahren gaben vorwiegend amerikanische Künstler mit der Pop-Art eine ironische Antwort auf die bevorzugten Artikel der Konsumgesellschaft. "Warenästhetik" war plötzlich nicht mehr nur ein Ausbildungsinhalt für angehende Werbegrafiker, sondern ein zentrales Beschreibungsmerkmal für eine neue Kunstrichtung. Andy Warhol und Keith Haring sind die wohl bekanntesten Vertreter des Pop Art.
Prähistorische BilderBilder aus der Urgeschichte der Menschheit sind uns durch Höhlenmalereien bekannt, die ältesten bislang entdeckten Höhlenbilder entstanden vor ca 40.000 Jahren im heutigen Spanien. Überwiegend handelt es sich um Tierdarstellungen, die vermutlich in erster Linie kultischen Zwecken dienten.
RealismusOrientiert sich am Naturvorbild, belässt es aber nicht bei der naturgetreuen Wiedergabe des Vorgefundenen, sondern unternimmt einen Deutungsversuch und setzt sich kritisch mit der Wirklichkeit auseinander.
RenaissanceIn Italien entstandene Kunstepoche, die im 14. Jahrhundert das Ideengut der Antike aufnahm und vor allem durch zeitgenössische naturwissenschaftliche Entdeckungen inspiriert wurde. So nahm die Renaissance ihre Motive vornehmlich aus der antiken Mythologie. Landschafts- und Porträtmalerei wurden als eigenständige Kunstgattungen etabliert. In der Gestaltungsweise bezog man sich ebenfalls auf die ausgewogenen Formen der antiken Kunst.
RokokoDas Rokoko repräsentiert die europäische Kunst von 1730 bis 1780. Es folgte dem Barock, deren schweren, prunkvollen und pathetischen Formen es ins Leichte, Verspielte und Zierliche wandelte. So wurde das Pastell mit seinen weichen und zarten Farben zur Lieblingstechnik des Rokoko.
RomantikIn Musik, Literatur und bildender Kunst entstand die Romantik gegen Ende des 18. Jahrhunderts als Gegenbewegung zum Idealismus und Klassizismus, deren Intellektualität und Formalismus abgelehnt wurden. Die Romantik ist weniger eine Stilrichtung als eine ideelle Bewegung, die die Bedeutung des Individuellen und auch des Unbewußten und Gefühlhaften erkannte und zur Darstellung brachte.
Sonstige
SportMotive aus den Bereichen sportlicher Betätigung, In der griechischen Antike schon finden sich Abbildungen von Olympioniken z. B. auf Vasen. Im 20. Jahrhundert hat sich insbesondere die Fotografie dieses Themas angenommen. Die Darstellung von dynamischen Bewegungsabläufen im Bild steigert den Realitätseindruck. Gezeigt werden aber nicht nur sportliche Aktionen sondern auch Porträts, insbesondere von charismatischen Persönlichkeiten wie dem amerikanischen Boxer Mohammed Ali.
SurrealismusRichtung der modernen Malerei des 20. Jahrhunderts, die die Darstellung des Überwirklichen, Unbewussten und Traumhaften anstrebt. Der Surrealismus wurde wesentlich von den Forschungen Sigmund Freuds beeinflusst. Naturgesetzliche Zusammenhänge werden aufgelöst zu Gunsten einer uneingeschränkten Darstellung des Irrationalen.